Thomas Pewestorf über seine Erfahrungen mit Brandes & Diesing und der Endo-Exo-Prothese
Der allgemein als Gehirnwasser bekannte Liquor kommt bei jedem Menschen vor. Es handelt sich um eine Flüssigkeit, die im Hirninnern gebildet wird und das Gehirn und die Nerven in der Wirbelsäule umspült. In sehr seltenen Fällen kann sich die Flüssigkeit im Rückenmark stauen und dann auf die Nerven drücken – mit immensen Folgen für die körperliche Gesundheit, wie der Fall von Thomas Pewestorf zeigt.
Bei dem gelernten Dachdecker stellte sich im Jahre 2011 dieses als Syringomyelie/-bulbi bezeichnete Krankheitsbild ein. Es bewirkte, dass sich die Knochen seiner Unterschenkel verformten und verdrehten. Ging es den verantwortlichen Ärzten an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zunächst um beinerhaltende Maßnahmen, war am Ende eine Amputation beider Beine unterhalb des Knies unumgänglich. Die erfolgte im Jahr 2016.
„Physiotherapie und Orthopädietechnik sind top!“
Umfangreiche Recherchen überzeugten ihn von der Endo-Exo-Prothese
Die Erstversorgung erfolgte mit Hilfe von Schaftprothesen, die allerdings neue, andere gesundheitliche Beeinträchtigungen mit sich brachten. So bildete sich zwischen Beinstumpf und Schaftwand insbesondere bei Hitze ein unangenehmer Schweiß, der Rötungen und Reizungen der Haut verursachte. Hinzu kam, dass sich aufgrund einer Siliconallergie Schmerzphänomene einstellten, die sich wie Verbrennungen anfühlten. Und sei das alles nicht genug, kamen neurologische Probleme hinzu.
In dieser Zeit begann Thomas Pewestorf damit, sich gedanklich mit der Endo-Exo-Prothese auseinanderzusetzen. Er hat sehr viel Informationen recherchiert und mit den verantwortlichen Spezialisten am MHH geredet. Zudem hat er Endo-Exo-Patienten angeschrieben und sie gebeten, von ihren Erfahrungen zu berichten. Die Rückmeldung fiel so positiv aus, dass Thomas Pewestorf immer fester in seiner Entscheidung wurde: Er wollte sich Endo-Exo-Prothesen implantieren lassen.
Das Ziel ist klar: Wieder schwimmen und radfahren können
Zwar war die Implantation aufgrund weiterhin bestehender gesundheitlicher Probleme nicht sofort möglich. Aber durch Ehrgeiz und Willen war es im Jahr 2021 soweit: Das MHH konnte „grünes Licht“ für die Implantation der Endo-Exo-Prothese geben.
Das erste Ergebnis: Thomas Pewestorf hatte endlich keine Schmerzen in seinen Beinen. Hinzu kam, dass er deutlich an Lebensqualität und Teilhabe gewonnen hat und seine Beine bereits wieder bis zu 3 Stunden pro Tag belasten kann. Damit liegt er voll im Plan. Bis Anfang 2023 hofft er, sich wieder ungehindert bewegen zu können. Denn als Naturmensch zieht es ihn immer wieder ins Blaue. Auch Radfahren und Schwimmen gehören zu seinen bevorzugten Beschäftigungen.
Von anderen Endo-Exo-Patienten empfohlen: Brandes & Diesing
Ein realistisches Ziel, bei dessen Verfolgung er von Anfang an von Brandes & Diesing unterstützt wurde. Kein Zufall, wie Thomas Pewestorf betont, denn das Unternehmen wurde ihm von anderen Endo-Exo-Patienten, die er im Rahmen seiner Recherchen kennengelernt hatte, empfohlen. Zu Recht: „Physiotherapie und Orthopädietechnik sind top!“, wie er versichert, „denn immerhin ist das Thema ja noch relativ neu. Viele andere Experten lassen deshalb bis heute die Finger davon.“
In enger Kooperation zwischen Physiotherapie und Orthopädietechnik haben die Spezialisten von Brandes & Diesing die Prothesen exakt so konfiguriert, dass sie sein individuelles Laufverhalten optimal unterstützen. Sie haben ihn vor jedem nächsten Schritt umfassend und detailgenau aufgeklärt und ihm das Gefühl gegeben, jederzeit in sicheren Händen zu sein. Und auch der postoperative Service mit einer ständigen Ansprechbarkeit hat Thomas Pewestorf sehr beeindruckt.
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